Ich gestehe, ich habe mir dieses Stöckchen von Sara gewünscht. Ihre 18 Geburtstagsgeheimnisse haben mir einfach zu gut gefallen. Mal gucken wie ich so drauf bin also... da hätten wir als erstes was Äußerliches: Meine Haare...

... Meine Haare verhalten sich jeden Tag anders. Ich habe noch keine Weg gefunden, sie in eine bestimmte Form zu bändigen. Ah... doch... glätten. Nur das dauert mindestens eine dreiviertel Stunde… wenn es mir jemand macht.

Ich habe Plots für fünf Romane. Fertige Plots.

Wenn ich Liebeskummer habe, schrumpft mein Magen auf die Größe einer Erdnuss.

Wenn mich etwas bewegt, formuliere ich einen Brief. Einen ausgefeilten Brief mit Worten, die ich schleife wie Messer. Den Brief schreibe ich nie auf. Auch wenn ich meinen Freundinnen immer den Ratschlag gebe, die Dinge aufzuschreiben, damit sie aus dem Kopf heraus sind.

Ich nehme mir für meinen freien Tag vor, Farbe zu kaufen, eine Wand anzumalen, eine andere zu tapezieren (ah, ich brauche noch Tapete), meine Banksachen zu erledigen, mich im Fitness anzumelden, einen Kuchen zu backen, ein Outfit für das Wochenende zu kaufen, die Vorhänge fürs Schlafzimmer fertig zu nähen und anschließend die Gardinenstange aufzuhängen, ich möchte mein W-Lan-Code erneuern und endlich mal mein Blog übertragen. Und schließlich, wenn die Zeit reicht, bei meinen Eltern vorbeizuschauen. Ich schaffe es nicht einmal, Farbe zu kaufen.

Ich weine wenn ich streite. Ich weine, wenn ich mich versöhne. Ich weine, wenn ich Chantal wiedersehe. Ich weine, wenn ich sie wieder verlasse. Ich weine, wenn mein Freund einen Abend lang mundfaul war und wir kaum gesprochen haben. Ich weine, wenn Hugh Grant für Drew Barrymore sein Lied singt. Ich weine, wenn bei Lion King zum ersten Mal sämtlich Figuren die Bühne betreten. Ich weine, wenn ich mich verliebe. Ich habe nicht geweint, als ich bei meinem Mann ausgezogen bin. Ich habe geweint, als mein Ex die Scheidung eingereicht hat.